10 Prozent der SPD-Basis: Setzen, sechs!

Der Mitgliederentscheid der SPD zur Großen Koalition endete heute um 0 Uhr. Wie bereits gestern bekannt wurde, sind etwa 10 Prozent der Stimmen ungültig. Hier die möglichen Gründe für den hohen Anteil an ungültigen Stimmen:

  • 10 Prozent der SPD-Mitglieder, die am Entscheid teilgenommen haben, sind geistig nicht in der Lage, ein Kreuz zu machen, ein Formular an der richtigen Stelle zu unterschreiben und zwei Zettel in den dazugehörigen Umschlag zu stecken. Was für ein Glück … die hätten vielleicht auch noch mit „Ja“ gestimmt.
  • Der Anteil der SPD-Mitglieder, welche den Koalitionsvertrag in seiner Gänze gelesen haben, beträgt 10 Prozent. Nach der Lektüre schaltete deren Gehirn aufgrund der Aneinanderreihung von sinnlosen Worthülsen in den Notmodus. Folge war eine vorübergehende Verwirrung, welche zum falschen Ausfüllen der Wahlunterlagen führte.
  • 10 Prozent der SPD-Mitglieder haben mit „Nein“ gestimmt. Natürlich musste es sich dabei um einen Irrtum handeln und die entsprechenden Stimmen wurden als ungültig gezählt.

Der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel hat bereits angekündigt, dass bei einem negativen Votum der Parteibasis die hohe Zahl der ungültig eingegangenen Stimmen dafür spricht, dass die Wahlunterlagen zu kompliziert und missverständlich formuliert waren und deshalb umgehend ein neuer Mitgliederentscheid gestartet wird. Um den SPD-Mitgliedern die Gefahr von ungültigen Stimmen zu ersparen, wird der Wahlzettel bei dieser neuerlichen Abstimmung bereits korrekt mit einem Kreuz bei „Ja“ ausgefüllt sein und muss lediglich noch in einen Briefkasten geworfen werden. Damit hofft die SPD-Spitze, die Quote an ungültigen Stimmen auf unter fünf Prozent drücken zu können.

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