September 2013

Der Wetterbericht für morgen: wärmer

Entgegen aller Einwände von Klimawandelskeptikern und -leugnern steht seit vergangenem Freitag fest: Der Mensch trägt mit einer Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent die Hauptschuld an der Erwärmung der Erde. Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zeichnet in seinem Fünften Sachstandsbericht ein düsteres Bild und fordert einen schnellen Kurswechsel. Doch die Zeichen dafür stehen schlecht.


AfD – die deutsche Tea Party

Es ist der erfolgreichste Start einer Partei in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nur gut sieben Monate nach Gründung der Partei errang die Alternative für Deutschland 4,7 Prozent der Wählerstimmen bei ihrer ersten Bundestagswahl. Wie erklärt sich dieser rasante Aufstieg? Wer sind die Wähler? Und wie geht es mit der jungen Partei weiter?


SPD vor der Zerreißprobe

Am kommenden Freitag dürfte eine erste Vorentscheidung fallen, wie lange die SPD noch im Deutschen Bundestag sitzt. Wenn sie sich zum zweiten Mal unter den Rock von Bundeskanzlerin Merkel begibt, um an die Futtertröge der Macht zu gelangen, wird dies die Partei vor eine schwere Zerreißprobe stellen. Aber auch, wenn sie auf der harten Oppositionsbank Platz nimmt, stellt dies eine große Herausforderung für die älteste Partei Deutschlands dar. Die Linke wird sie während der ganzen Legislaturperiode daran erinnern, dass sie den Kanzler stellen könnte.


Déjà-vu in Hessen

Obwohl die FDP ganz knapp – am Ende waren es nicht einmal 1000 Stimmen über der 5-Prozent-Hürde – noch einmal in den Hessischen Landtag einzog, wird es wie 2008 schwierig werden, eine Koalition auf die Beine zu stellen. Denn es reicht weder für CDU und FDP noch für SPD und Grüne. Die Sozialdemokraten schließen bislang ein Bündnis mit der Linken aus. Deshalb bleiben nur noch eine Große Koalition oder Schwarz-Grün übrig. Doch beide Varianten sind in Hessen nicht gerade beliebt.


Spielbälle der Medienmacht

Gestern war ich noch davon überzeugt, dass die AfD keine Chance auf einen Einzug in den Bundestag hätte. Zu dieser Überzeugung gelangte ich vor allem deshalb, da die Partei erst seit einigen Monaten bestand und nur eine kleine Basis auf lokaler Ebene besitzt. In Bayern trat die Bayern vor einer guten Woche nicht einmal zur Landtagswahl an. Doch bei meiner Einschätzung hatte ich nicht damit gerechnet, über welche Macht die Medien verfügen. Von Markus Tödter.


Haarscharf an absoluter Mehrheit vorbei

Auf einen langweiligen Wahlkampf folgte gestern Abend ein historisches Ergebnis bei der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag. Die FDP ist zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr im höchsten deutschen Parlament vertreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel fehlen nur fünf Sitze zur absoluten Mehrheit. Grüne und Linke mussten Verluste hinnehmen, während die Alternative für Deutschland nur knapp an der 5-Prozent-Hürde scheiterte. Die vor einem Jahr hochgehandelten Piraten spielten dagegen keine Rolle.


Blick in die Glaskugel

Vor Wahlen schlägt immer die Stunde der Meinungsforschungsinstitute. Ohne sie wäre es nicht möglich, die Stimmungslage abzuschätzen. Allerdings bietet ihnen dies auch die Möglichkeit, manipulativ in das Wahlgeschehen einzugreifen. Um die Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen bei vergangenen Wahlen auszugleichen, hat politecho diese in die eigene Prognose des Bundestagswahl-Ergebnisses eingerechnet – mit überraschenden Ergebnissen.


Knappes Rennen im Schatten der Bundestagswahl

Während sich die politische Republik auf die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag konzentriert, zeichnet sich bei der gleichzeitig stattfindenden Landtagswahl in Hessen ein knappes Ergebnis ab. Entscheidend für die Regierungsbildung wird wohl sein, ob die Linke erneut in den Landtag einziehen kann.


Vom Schmuddelkind zum Kanzlermacher?

Jens Berger von den Nachdenkseiten hat seine Wahlentscheidung für diese Partei offenbart. Auch der ehemalige Chefredakteur der Financial Times Deutschland, Wolfgang Münchau, hat ihr Wählbarkeit attestiert. Auch wenn sie in den Medien immer noch entweder totgeschwiegen oder mit größtenteils unzutreffenden Vorwürfen angegriffen wird, verliert die Linke langsam ihren Schrecken, den sie bislang bei vielen Bürgern hervorgerufen hat. Oftmals fragen sich die Wähler, wieso die SPD eine Koalition mit der Linken und den Grünen ausschließt, und damit die einzige realistische Machtoption. Dafür gibt es verschiedene Gründe.


Wasser unter Deck

Noch vor einem guten Jahr, im April 2012, stand das Piratenschiff voll unter Segeln – in Umfragen wurden der Partei zwischen 9 und 12 Prozent der Wählerstimmen vorhergesagt. Doch inzwischen zeigt sich ein ganz anderes Bild: In diesem Jahr sah noch kein Prognoseinstitut die Piraten bei 5 Prozent. Ein Einzug in den Bundestag ist damit unwahrscheinlich. Wie kam es zu diesem dramatischen Absturz?