Dezember 2016

Jetzt hilft nur noch Zensur

Wenn man sein Weltbild aus den Mainstreammedien ableitet, könnte man meinen, alles ist in Ordnung. Man könnte das merkelsche Mantra „Deutschland geht es gut“ als bestätigt ansehen. Doch sind die Mainstreammedien ein geeigneter Ort, um die Lage der Menschen in Deutschland richtig einzuschätzen? Sind sie ein geeigneter Ort, um die Situation der Menschen auf der gesamten Erde einzuordnen? Die Mainstreammedien zeigen lediglich einen Ausschnitt der Wirklichkeit, der den Anschein einer heilen Welt erweckt. Womit wir auch schon beim Thema dieses Beitrags wären: Wirklichkeit. So gerne ich Hoffnung verbreiten würde, verdüstern sich die Aussichten, dass in den nächsten Jahren, vielleicht schon 2017, diese scheinbar heile Welt auch in Deutschland zerbrechen könnte. Wenn es wirklich allen Deutschen gut gehen würde, wieso zeichnen dann so viele Bürger vornehmlich im Internet ein Bild, das dem von den führenden Medien verbreiteten Bild entgegensteht? Die abweichende Meinung wird von den Medien dann auch schon mal gerne als Fake-News gebrandmarkt.


CDU nach allen Seiten offen

Angela Merkel wurde in der vergangenen Woche erneut zur Vorsitzenden der CDU gewählt. Keine große Überraschung, etwas interessanter war da schon eher, dass die Zustimmung für die ewige Vorsitzende unter 90 Prozent lag. Noch interessanter waren allerdings die politischen Wünsche, die von den Delegierten formuliert wurden. So erfolgte etwa ein Beschluss, die doppelte Staatsbürgerschaft wieder kippen zu wollen. Zieht man auch andere Entscheidungen mit ein, kann man durchaus von einem Rechtsruck sprechen. Doch geht es der CDU damit wirklich nur darum, der AfD das Wasser abzugraben?


Euroviderci?

Zunächst konnte „das Establishment“ gestern noch einmal durchatmen: Alexander Van der Bellen wurde zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt – Norbert Hofer von der rechtsextremen FPÖ musste sich geschlagen geben. Doch gegen Mitternacht folgte nach dem Brexit und der Wahl von Donald Trump der dritte Rückschlag für das Lager des „Weiter so“: Die italienischen Wähler hatten sich sehr deutlich in einem Referendum gegen eine Verfassungsreform ausgesprochen, durch die Rechte des Senats beschnitten und ein leichteres Durchregieren möglich geworden wären. Fast 60 Prozent sagten „No“. Matteo Renzi, der sein politisches Schicksal mit dem positiven Ausgang des Referendums verknüpft hatte, kündigte noch in der Nacht seinen Rücktritt an. Wie geht es jetzt in Italien weiter? Droht der Austritt des Landes aus der Eurozone und damit ein wirtschaftliches Chaos?