Juli 2017

Wer wählt die AfD?

Es herrschen viele Vorurteile gegenüber AfD-Wählern: Sie seien rechtsextrem, ungebildet und wohnen vor allem in den neuen Bundesländern. Die Auswertung von Karl Brenke und Alexander S. Kritikos vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung „Wählerstruktur im Wandel“ zeigt nun, dass hinter einigen dieser Vorurteile in der Tat belegbare Fakten stehen. Brenke und Kritikos haben für ihre Untersuchung die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) von 2016 und das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) mit Daten aus dem Jahr 2015 benutzt. Da in diesem Zeitraum die Ausrichtung der AfD ähnlich wie derzeit gelagert war, dürfte sich an den Befunden nicht allzu viel geändert haben. Und wie sieht er nun aus, der typische AfD-Sympathisant? Verkürzt zusammengefasst ist er ein 51-jähriger Mann, der auf dem Land lebt, einer einfachen Tätigkeit nachgeht, dabei unterdurchschnittlich verdient und sich vor Kriminalität und Zuwanderung fürchtet. Vorausgeschickt werden sollte, dass es sich bei den in der Folge genannten Zahlen nicht um echte Wähler handeln muss, sondern lediglich die Parteipräferenz abgefragt wurde.


Wird nach der Wahl alles anders?

Nachdem die SPD sich weiter beharrlich weigert, einen echten Wahlkampf zu führen und endlich mit ihrer asozialen Vergangenheit zu brechen, muss man wohl von einer weiteren Amtszeit für Angela Merkel nach der Bundestagswahl ausgehen. Wie sie im ZDF-Sommerinterview bestätigte, will sie die volle Distanz über vier Jahre gehen und nicht während der Legislaturperiode den Staffelstab an Jens Spahn oder Ursula von der Leyen übergeben. Doch wie bereits mehrfach ausgeführt, sind die großen Probleme, vor denen Deutschland steht, in den Amtsjahren Merkels lediglich unter den Teppich „Deutschland geht es gut“ gekehrt worden. Aber auch wenn Merkel mit Helmut Kohl in der Amtszeit gleichziehen sollte, gibt es dennoch noch die Möglichkeit, dass sich Einiges zum Besseren wendet.


Unterstützen Linke Terroristen?

Der Rauch in Hamburg nach dem G20-Gipfel hat sich verzogen und im Gegenzug hat das verbale Einschlagen auf die Linken begonnen. Sie würden die Gewalttäter des „Schwarzen Blocks“ unterstützen oder zumindest ihr verbrecherisches Tun tolerieren. Grund genug, eine Bilanz zu den Ausschreitungen im Umfeld des Gipfeltreffens zu ziehen. Was ist dran an dem Vorwurf, dass man die Linksextremisten in Deutschland verharmlost?


Schon alles entschieden bei der Wahl?

Noch hat der Wahlkampf zur Bundestagswahl im September nicht richtig Fahrt aufgenommen. Dennoch zeigt sich bei den Sonntagsfragen in diesem Jahr ein bewegtes Bild. Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Werten der Umfrageinstitute gewinnen? politecho fasst die wichtigsten Punkte zusammen.