Boris Nemzow ermordet! Boris wer?

Der Schuldige war schnell gefunden nach dem Mord an dem Oppositionspolitiker Boris Nemzow in Moskau in der vergangenen Woche. Wladimir „der Teufel“ Putin hat ihn umbringen lassen, um einen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Doch wieso sollte er das tun? Die Zustimmung zu seiner Politik war noch nie so hoch wie derzeit. Umfragen ergeben Werte von über 80 Prozent, die mit Putin zufrieden sind. Wieso sollte er also Nemzow beseitigen lassen?

Es gibt keine logische Begründung dafür. Dies hindert die deutschen Systemmedien jedoch natürlich nicht daran, diesen Vorwurf weiter zu erheben. Manchmal direkt, meist jedoch indirekt, indem Nemzow immer wieder als Putin-Kritiker bezeichnet wird. Er sei zu einer Gefahr für den russischen Präsidenten geworden, so der Tenor.

Doch welche Gefahr wäre von dem weithin unbekannten Politiker ausgegangen? Keine! Doch wenn man nach den Auftraggebern eines Mordes – und alle Indizien deuten auf einen Auftragsmord hin – sucht, sollte man zunächst die Frage beantworten, wem der Tod Nemzows nutzt. Da wären sicher einmal andere Oppositionspolitiker, die einen direkten Konkurrenten beseitigen wollten. Auch eine Beteiligung nationalistischer Kreise ist nicht auszuschließen.

Es kann Zufall sein, dass Nemzow während seiner „Hinrichtung“ von seiner Freundin begleitet wurde, die aus der Ukraine stammt. Mit dem Land, dass Russland immer wieder als Aggressor in seinem Bürgerkrieg darstellen möchte. Doch ist es wirklich so abwegig, dass die Drahtzieher des Mordes aus der Ukraine stammen könnten?

Ein weiterer Teilnehmer in diesem „Spiel“ sind – wie so oft – die USA. Es ist unbestritten, dass Nemzow gute Verbindungen zu den Vereinigten Staaten hatte. Schließlich war er ein führender Gestalter der „Reformen“, die Russland in den 90er-Jahren unter der Regierungszeit Jelzins an den Rand des Abgrunds gebracht hatten, bevor Putin den Abstieg der einstigen Supermacht beenden konnte. Da jedoch keine Chance darauf bestand, dass Nemzow eine politische Gefahr für Putin darstellt, steht die Möglichkeit im Raum, dass er zum Märtyrer gemacht wurde.

Es steht in den Sternen, ob sich der Mörder jemals vor Gericht verantworten muss. Es könnte durchaus sein, dass sich dieser bereits kurz nach dem Anschlag ins Ausland abgesetzt hat. Wie bei dem Abschuss von MH17 über der Ostukraine könnte dieser Mord nie aufgeklärt werden, die Verantwortung dafür aber vom Westen auf Putin geschoben werden.

Wie die Demonstration am Sonntag und die Trauerfeier heute gezeigt haben, waren diese Veranstaltungen professionell organisiert. Es würde mich nicht wundern, wenn dahinter Geld aus dem Westen stecken würde. Doch solche Vermutungen würden von der Systempresse im besten Fall als Verschwörungstheorie abgetan. Der Mord an Nemzow könnte ein Testlauf für einen russischen Maidan sein. Die konzertierten Vorwürfe der westlichen Medien unterstreichen diesen Eindruck. Beweise gibt es allerdings dafür nicht. Zumindest noch nicht.

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