Der Riese ist außer Rand und Band

Der Bürgerkrieg im Osten der Ukraine eskaliert weiter. Bei einem Sturm ukrainischer Truppen auf Slawjansk sollen von den Separatisten einige Hubschrauber abgeschossen worden sein. Mehrere Menschen sollen bei den Gefechten ums Leben gekommen sein. Es scheint, als würde die Marionettenregierung in Kiew die nächsten Schritte in den Abgrund gehen wollen. Schließlich wurde sie dafür von den USA auch installiert.

Diese Eskalation geschieht, während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgemacht hat zum Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten. Obwohl das Verhältnis zur Supermacht aufgrund der NSA-Affäre angespannt sein sollte, versucht sich Merkel dessen ungeachtet im Schulterschluss mit Obama in der Ukraine-Krise. Ein juristisches Gutachten aus den USA, welches den Mitgliedern des NSA-Ausschusses rechtliche Konsequenzen androht, belegt eindrucksvoll, was die US-Regierung von Deutschland hält: Es sieht unser Land als Vasallen der eigenen Interessen. Sollte Merkel ihren Weg der Unterstützung für die Vereinigten Staaten weitergehen, und viel lässt darauf schließen, kettet sie Deutschland an einen unberechenbaren Riesen, der in seiner jämmerlichen Verfassung wild um sich schlägt.

Die USA haben enorme Probleme. Sowohl wirtschaftlicher, als auch politischer Art. Zum einen hat die Bevorzugung der Oberschicht bei der Verteilung der ökonomischen Früchte dazu geführt, dass die Wirtschaft auf tönernen Füßen steht. Außer auf das Silicon Valley, die Finanzindustrie und eine umweltzerstörende Öl- und Gasbranche können sich die Vereinigten Staaten lediglich noch darauf verlassen, weiterhin billige Kredite aus dem Ausland als letzter, sicherer Hafen zu erhalten. Die Infrastruktur marode – noch maroder als in Deutschland, die Bildung der breiten Masse schlecht, die Staatsverschuldung in astronomischen Höhen. Lediglich die Angst davor, die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund zu reißen, hält die Gläubiger – allen voran China – davon ab, das Insolvenzverfahren für die Supermacht einzuleiten.

In diesen schwierigen Zeiten kann sich der Riese auf tönernen Füßen jedoch auf die Unterstützung aus good old Germany verlassen. Kontakte zu den wichtigen deutschen Politikern – etwa über die Atlantikbrücke – sind jetzt sehr nützlich. Sollte das deutsche Volk es nicht schaffen, die Ketten, mit denen unser Land mit den USA verbunden ist, zu lösen, muss es sich nicht wundern, wenn es wieder seine Söhne Richtung Osten schicken muss. Die Hoffnung war groß, dass es nicht so weit kommen würde. Doch alle Anzeichen deuten daraufhin, dass die schrecklichsten Befürchtungen wahr werden könnten.

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