Die CSU kann das Weißbier kalt stellen

Die Umfrageergebnisse für die Landtagswahl in Bayern sprechen eine eindeutige Sprache: Vermutlich kann die CSU in den nächsten fünf Jahren auf einen Koalitionspartner verzichten und wieder alleine regieren. Dabei kommt ihr zugute, dass vermutlich drei Parteien an der 5-Prozent-Hürde scheitern werden.

Während sich FDP und Linke zumindest noch Hoffnungen machen können, in den Bayerischen Landtag einzuziehen, stehen die Chancen für die Piraten bedeutend schlechter. Vor allem auf dem Land spricht die Partei nicht genügend Wähler an.

Der CSU kann diese Situation nur recht sein, musste sie doch die vergangenen fünf Jahre mit der FDP eine Koalition eingehen – für die erfolgsverwöhnte bayerische Partei sicherlich kein Wunschzustand.

Wie die obige Infografik zeigt, hat die CSU in allen Umfragen einen Vorsprung vor den anderen Parteien, für die über fünf Prozent prognostiziert werden. Dabei handelt es sich um SPD, Grüne und Freie Wähler. Sogar wenn einer der „Wackelkandidaten“ in den Landtag einziehen sollte, dürfte es für die CSU noch reichen. Ministerpräsident Horst Seehofer und seine Partei können also schon einmal das Weißbier in den Kühlschrank stellen.

Mit dem Feiern sollten sie dennoch bis Sonntag 18 Uhr warten. Denn zahlreiche Wähler sind noch unentschlossen. Zwar ist zum einen in Bayern keine Wechselstimmung zu erkennen. Zum anderen ist auch die Nominierung des Münchener Oberbürgermeisters Christian Ude auf Seiten der SPD verpufft. Zumindest wenn man den Umfragen Glauben schenkt, die Werte im Bereich des mickrigen Ergebnisses von 18,6 Prozent bei der letzten Landtagswahl vorhersagen.

Doch eine Konstellation könnte Ministerpräsident Seehofer als Chef der „Vorstufe zum Paradies“ um sein Amt bringen: Die FDP scheitert an der 5-Prozent-Hürde, Linke und Piraten schaffen den Einzug ins Parlament. Mit einer „Fünfer-Koalition“ aus SPD, Grünen, FW, Linke und Piraten könnte die CSU nach über 50 Jahren in die Opposition verbannt werden. Allerdings sind die Chancen für den Einzug der beiden kleineren Parteien gering und es ist mehr als zweifelhaft, ob die SPD über ihren Schatten springen und im Westen eine Koalition mit dem Erzfeind Linke eingehen würde.   

Kommentar hinterlassen zu "Die CSU kann das Weißbier kalt stellen"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*