Die Russen waren es mal wieder

Jetzt liegt er also vor, der Bericht zum Abschuss von MH17 über der Ukraine. Wie nicht anders zu erwarten, soll das Flugzeug von prorussischen Separatisten abgeschossen worden sein. Die dafür verwendete BUK-Rakete soll aus Russland stammen. Doch selbst wenn man den „Beweisen“ der westlichen Ermittler Glauben schenkt, bleiben viele Fragen offen:

  1. Wieso wurde der Luftraum über einem Kriegsgebiet für die zivile Luftfahrt nicht gesperrt?
  2. Welchen Grund hätten die Separatisten gehabt, ein Passagierflugzeug abzuschießen?
  3. Wenn man davon ausgeht, dass der Abschuss versehentlich erfolgte, wie konnte es dazu kommen? Schließlich sind zivile Flugzeuge von militärischen im Normalfall leicht zu unterscheiden.
  4. Haben die Ausfälle der Flugsicherung in Teilen Europas wenige Wochen vor dem Abschuss mit dem Vorfall zu tun? Dabei wurde das Sekundärradar, mit dem die Flugzeugdaten übertragen werden, gestört. Fällt dieses aus, können Passagiermaschinen für Kampfflugzeuge gehalten werden.
  5. Wäre die NATO dazu fähig, ein mit fast 300 Menschen besetztes Flugzeug zu opfern, um Russland dafür verantwortlich zu machen?

Auf alle diese Fragen wird es vermutlich nie befriedigende Antworten geben. Die Aufklärung des Absturzes ist längst zu einem unwürdigen Schauspiel der Weltpolitik verkommen.

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