Kurz gemeldet

8,50 Euro sind zu wenig

Jahrelang wurde über die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland gestritten. Kritiker sahen zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr, obwohl dies wissenschaftlich nie belegt werden konnte. Nach langem Koalitionsgeschacher einigten sich Union und SPD schließlich darauf, einen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro einzuführen. Dieser gilt jedoch erst ab 1. Januar 2016 ohne Einschränkungen. Viel problematischer dürfte hingegen werden, dass durch die inflationsbedingte Steigerung der Löhne die Zahl der Menschen, deren Bruttogehalt überhaupt unter dieser Einkommensschwelle liegt, immer kleiner wird. Wie die Zahlen des WSI-Tarifarchivs belegen, ist der Anteil der tariflichen Vergütungsgruppen, die einen Stundenlohn unter 8,50 Euro festlegen, von März 2010 bis Dezember 2013 von 16 auf 10 Prozent gesunken. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, und die Forderungen der Gewerkschaften in den kommenden Tarifverhandlungen lassen dies erwarten, dürfte der Anteil der tariflichen Vergütungsgruppen, welche unter der Mindestlohn-Schwelle liegen, auf etwa 7 Prozent fallen. Die Tarifbindung betrug zwar 2012 in den alten Bundesländern nur noch 60 Prozent, in den neuen Bundesländern gar nur noch 48 Prozent, dennoch orientieren sich auch viele Gehälter der Beschäftigten ohne Tarifvertrag an den Übereinkommen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Es steht also zu befürchten, dass die Wirkung des Mindestlohns nahezu verpufft, da zu wenige Menschen von ihm profitieren würden. Bedenkt man zudem noch, dass es auch noch Ausnahmen für Studenten, Rentner und bei Minijobs geben soll, ist ein Scheitern des Projekts Mindestlohn bereits programmiert.

 

Spenderliste der Klimaleugner aufgetaucht

Seit von Wissenschaftlern festgestellt wurde, dass der zu beobachtende Klimawandel zu einem großen Teil auf das Handeln des Menschen zurückzuführen ist, gab es immer wieder Experten, Journalisten und Wirtschaftsvertreter, die diese Verantwortung zurückwiesen. Besonders in den USA gibt es in der Bevölkerung immer noch große Zweifel daran, dass das menschliche Verhalten für den Anstieg der Temperatur auf unserem Planeten verantwortlich ist. In den letzten Jahren wurde deutlich, dass dahinter jedoch nicht wissenschaftliche Expertise, sondern lediglich viel Geld stand. Vor allem den Koch-Brüdern, Erben eines gigantischen Konzerns, der vor allem mit Erdöl und Erdgas sein Geld machte und immer noch macht, wurde immer wieder vorgeworfen, sie bezahlten Wissenschaftler und Medienvertreter für eine kritische Haltung zum vom Menschen verursachten Klimawandel. Auch in die Politik mischten sie sich ein, indem sie immense Geldbeträge für die Republikaner sammelten. Doch konkrete Beweise waren Mangelware, da Charles und David Koch ihre vermutete Einflussnahme stets im Geheimen planten und ausführten. Dies könnte sich jetzt geändert haben. Nach einem Treffen der Koch-Brüder mit Gleichgesinnten im Renaissance Esmeralda Resort in der Nähe von Palm Springs in Kalifornien blieb eine Liste zurück, auf der auch mögliche Spender genannt werden. Ein Gast, der dieses Dokument fand, reichte es an „Mother Jones“ weiter. Die Liste der Spender liest sich wie das Who-is-who der amerikanischen Geldelite. Mit diesem Zufallsfund erhärtet sich der Verdacht, dass viele Reiche in den USA mit den Zielen der Koch-Brüder einverstanden sind und diese bei ihrem Kampf gegen die erneuerbaren Energien auch finanziell unterstützen.

 

„Top Secret – The NSA Rhapsody“

 

Der Komponist Thomas Bierling, bekannt geworden durch die Vertonung des Grundgesetzes vor einigen Jahren, hat ein weiteres politisch motiviertes Werk der Öffentlichkeit vorgestellt. „In seinem Opus ‚Top Secret – The NSA Rhapsody‘ thematisiert er den Abhörskandal um die britischen und US-amerikanischen Geheimdienste und dessen Auswirkung auf das Verhalten des Einzelnen und das Zusammenleben der Völker. Das monumentale Werk für Sopran und Orchester spiegelt in seiner ganzen Anlage die Monstrosität der im Geheimen operierenden Überwachungsapparate wider, die zerrissene Ambiguität der Tonsprache bildet dabei ein Äquivalent zur Ambivalenz der Meinungen im öffentlichen Diskurs.“ Auf den Seiten des Künstlers kann man das Werk betrachten.

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