Pleiten, Pech und Pannen

Natürlich waren es wieder einmal lediglich Pannen, die beim Vorgehen der Behörden gegen den mutmaßlichen Terroristen Dschaber al-Bakr passierten. Die misslungene Festnahme, die Verständigungsschwierigkeiten, nachdem ihn drei Syrer auf seiner Flucht gefasst hatten, und schließlich al-Bakrs Suizid in der JVA Leipzig. Nach der „Pannenserie“ in der NSU-Affäre und den oftmals auffälligen Details bei anderen Terrorverdächtigen jetzt also die nächste Aneinanderreihung von Merkwürdigkeiten. Und das Ganze auch noch in Sachsen, der Heimat von Pegida und der nach rechts offenen Polizei. Alles wirklich nur ein großer Zufall?

Man kann einfach nicht mehr daran glauben. Die Behörden sind dermaßen unglaubwürdig in Bezug auf rechtsextremen und islamistischen Terror, dass man nicht mehr von Unfähigkeit ausgehen sollte. Vielmehr ist volle Absicht dahinter zu vermuten. In der Bevölkerung wird Verunsicherung geschürt, obwohl die realistische Gefahr, die von terroristischen Anschlägen in Deutschland ausgeht, äußerst gering ist. War Dschaber al-Bakr vielleicht gar kein Terrorist, sondern wurde ihm der Sprengstoff untergeschoben? Woher hatte al-Bakr nach seinem Aufenthalt in der Türkei, wie berichtet wird, plötzlich so viel Geld? Wurde er von einem Geheimdienst bezahlt? Dem türkischen möglicherweise?

Viele Fragen, auf die wir wohl nie zufriedenstellende Antworten erhalten werden. Und so verdichtet sich das Gefühl des Misstrauens gegenüber den Sicherheitsbehörden. Es wächst die Sorge, zu welchen Mitteln Geheimdienste und Polizei noch greifen werden, um die permanente Angst vor Terror aufrechtzuerhalten oder sogar noch weiter zu steigern.

Kommentar hinterlassen zu "Pleiten, Pech und Pannen"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*