Russland von Freifolterabkommen ausgeschlossen

Einige Medien berichten übereinstimmend, dass der mutmaßliche Mörder des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow zu seinem Geständnis gezwungen wurde. Andrej Babuschkin, Mitglied der Menschenrechtskommission im Kreml, berichtete von „zahlreichen Verletzungen“, die Saur D. am Körper aufwies. Der Westen hat daraufhin drastische Sanktionen beschlossen.

Russland soll aus dem geplanten Freifolterabkommen TTIP (Total Torture Investigation Partnership) ausgeschlossen werden. Das für die Förderung grenzüberschreitender Folter geplante Abkommen sollte einen Wachstum an Sicherheit für die beteiligten Länder bringen. Doch wie aus stets gut informierten Kreisen zu erfahren war, sollen sich Vertreter von US-Geheimdiensten erschreckt gezeigt haben über die schwachen Standards, die in Russland bei der Folter angesetzt werden.

„Niemals dürfe ein sichtbarer Beweis für die begangene Folter zurückbleiben“, so ein Geheimdienstler, der nicht namentlich genannt werden möchte. Die USA seien in dieser Hinsicht schon viel weiter. „Schlafentzug, Waterboarding, Demütigung – das alles sind seit vielen Jahrzehnten erprobte Methoden, um den Willen eines Kunden zu brechen, ohne dabei Spuren zu hinterlassen“. Gerne hätte man dieses Wissen in einem Freifolterabkommen von Anchorage bis Wladiwostok umfassend weitergegeben. Aber wenn selbst einfachste Mindestanforderungen nicht eingehalten würden, stehe ein solches Abkommen nicht zur Verhandlung.

Auch in Berlin zeigte man sich bestürzt über die Vorkommnisse in Russland. Man brachte bereits weitere wirtschaftliche Sanktionen ins Spiel. So soll die bereits lange geplante Lieferung von Hochleistungslampen, mit denen der Schlafentzug automatisiert werden kann und Arbeitskosten gesenkt werden können, vorerst nicht erfolgen. „Wir haben von Putin schon viel erlebt, aber dieses Verhalten ist das Letzte“, echauffierte sich ein sichtlich erregtes Mitglied der CSU-Bundestagsfraktion. „Nach der Annexion der Krim, dem Angriff auf die Ostukraine nun auch noch dieses amateurhafte Vorgehen bei der für die Wirtschaft Politik so wichtigen Folter.“

* Bildnachweis: Armin Kübelbeck, CC-BY-SA, Wikimedia Commons

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