Bildung

AfD – laut Wahl-O-Mat ein Zwitter aus FDP und NPD

Trotz aller Kritik stellt der Wahl-O-Mat eine gute Möglichkeit dar, seine Wahlpräferenz zu prüfen. Zwar sind die Fragen nur selten repräsentativ und die gebrochenen Wahlversprechen sind schon Legion. Dennoch lassen sich grundlegende Tendenzen in der Ausrichtung der einzelnen Parteien erkennen. So kann man bei der Gegenüberstellung der Antworten auf den Fragenkatalog der Bundeszentrale für politische Bildung feststellen, dass die AfD vor allem Übereinstimmungen mit der FDP und der AfD aufweist. Von den 38 Fragen wurden jeweils 21 gleich beantwortet. Damit bestätigt diese Feststellung eine lange gehegte Vermutung: Die Alternative für Deutschland ist eine rechtsextreme FDP.


An der Uni lehrt die Oberschicht

Uni-Professoren stammen mehrheitlich aus der Ober- und der oberen Mittelschicht. Zwar konnten nach dem Ausbau der Hochschulen in den 1970er-Jahren mehr Arbeiterkinder studieren, doch einen Lehrstuhl zu erreichen, wurde für sie noch schwieriger. Nur jeder neunte Universitätsprofessor hat einen Arbeiter, kleinen Angestellten oder einfachen Beamten als Vater. Mehr als ein Drittel ist dagegen in einem Haushalt leitender Angestellter, Beamter oder Freiberufler mit gutem Einkommen aufgewachsen. Dies zeigt eine Untersuchung der Sozialforscherin Christina Möller von der Universität Paderborn. Möller hat mit Förderung der Hans-Böckler-Stiftung rund 1.300 Uni-Professoren in Nordrhein-Westfalen zu ihrem sozialen Hintergrund befragt – und die Ergebnisse zu Erwerbstätigen- und Studierendenstatistiken in Beziehung gesetzt. Denn erst so wird deutlich, wie wenig die akademische Elite die soziale Schichtung des Landes repräsentiert.


Lieber mehr Lehrer statt PISA

Die Medien bejubeln, von einigen Ausnahmen abgesehen, die Ergebnisse der deutschen Schüler in der aktuellen PISA-Studie. Nach dem Schock in der ersten Untersuchung haben die deutschen Schüler inzwischen einen Platz im oberen Mittelfeld erreicht. Doch die PISA-Studie ist nur ein weiterer Ausdruck eines gesellschaftlichen Systems, das sich weltweit immer stärker durchzusetzen vermag: Nur wer etwas leistet, zählt etwas. Die Beschränkung auf die Nutzbarkeit der Bildung im späteren Wirtschaftsleben kastriert die Entwicklungschancen unserer Kinder.   


Studieren? „Hartz-IV-Kinder“ sollen arbeiten

Wie mehrere Medien berichtet haben, werden Kinder, deren Eltern Hartz IV erhalten, immer wieder zum Jobcenter vorgeladen, obwohl sie noch zur Schule gehen und dort Abitur machen wollen. Dabei scheint es sich um eine übliche Praxis zu handeln. Eine Mutter, die ihren Namen nicht nennen will, ging damit jetzt an die Öffentlichkeit, um auf diesen Missstand hinzuweisen.