Echolot

Russland von Freifolterabkommen ausgeschlossen

Einige Medien berichten übereinstimmend, dass der mutmaßliche Mörder des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow zu seinem Geständnis gezwungen wurde. Andrej Babuschkin, Mitglied der Menschenrechtskommission im Kreml, berichtete von „zahlreichen Verletzungen“, die Saur D. am Körper aufwies. Der Westen hat daraufhin drastische Sanktionen beschlossen.



Qualitätsjournalisten verfolgen genialen Plan

Während sich Aluhüteträger, Putin-, Russland- und was-weiß-ich-noch-alles-Versteher sowie andere Verschwörungstheoretiker aller Couleur tagtäglich über die einseitige und unausgewogene Berichterstattung der „Qualitätsjournalisten“ in Foren und eigenen Blogbeiträgen auskotzen, liegen politecho Hinweise vor, die einen unfassbar genialen Plan nahelegen.


ARD-Chef Marmor und ZDF-Intendant Bellut treten zurück

Dr. Thomas Bellut und Lutz Marmor, bisher als Intendant beim ZDF und Geschäftsführer der ARD tätig, haben heute völlig überraschend ihren Rücktritt bekannt gegeben. Mit diesem außergewöhnlichen Schritt übernehmen sie die Verantwortung für die monatelange einseitige Berichterstattung über die Ukraine-Krise in den zwei öffentlich-rechtlichen Sendern. Die von vielen Zuschauern als nicht ausgewogen empfundenen Sendungen in ARD und ZDF hatten zu einer E-Mail-Flut und einem Social-Media-Shitstorm geführt. Viele sahen die Gefahr einer negativen Eskalation im Verhältnis zu Russland. Die Verantwortlichen hatten diese Einwände zunächst jedoch als teilweise von Moskau gesteuerte Kampagne abgetan. Diese Sichtweise von einer „fünften Kolonne“ hielt sich auch noch, als der ARD-Programmbeirat die Vorwürfe zu weiten Teilen bestätigte. Doch mit ihrem Rücktritt haben die beiden Chefs der öffentlich-rechtlichen Sender eine 180-Grad-Wende vollzogen. Bei einer heute kurzfristig anberaumten Pressekonferenz erklärte Marmor zudem, dass er gestern Abend noch den „Tagesschau“-Chefredakteur Kai Gniffke entlassen habe. Dieser hatte laut eigener Aussage nichts gefunden, wofür man sich hätte entschuldigen müssen. Das übernahmen nun Marmor und Bellut, die sich bei allen Zuschauern, die über die Berichterstattung verärgert waren, um Verzeihung baten. Sie hätten erkannt, dass die Nähe zu den USA und der NATO die journalistische Objektivität bei manchen Mitarbeitern beeinträchtigt habe. Zudem kündigten beide…


Der Glückliche ist gefunden

Es ist eine wirklich erfreuliche Nachricht. Der Mindestlohn kommt auch in Deutschland. Einziger Nutznießer des flächendeckenden Mindestlohnes ist Max Mustermann aus Musterstadt. „Ich freue mich natürlich riesig, dass ausgerechnet ich von dieser tollen sozialstaatlichen Errungenschaft profitieren kann“, sagte der promovierte Sozialwissenschaftler, der derzeit in Nordrhein-Westfalen als Lagerfacharbeiter tätig ist. Die Große Koalition hatte größte Anstrengungen auf sich genommen, dem Beispiel der meisten EU-Länder zu folgen und ebenfalls eine Lohnuntergrenze einzuführen. „Es ist ein großer Tag für Deutschland“, diktierte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz den anwesenden Journalisten in die Notizblöcke und schüttelte dem anwesenden Mustermann die Hand. Dieser Meilenstein der Sozialpolitik könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, so Merkel weiter. Der Mindestlohn-Empfänger fasste seine Freude in die Worte: „Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen. Ab 2015 bekomme ich 8,50 Euro pro Stunde. Das macht ja dann einmal umgerechnet 600 Euro Rente im Monat. Wirklich toll.“


Exhibitionisten legen Yahoos Server lahm

Die Enthüllungen über die ausufernden Geheimdienstaktivitäten durch Edward Snowden haben viele IT-Unternehmen Umsätze gekostet. Das Vertrauen vieler Nutzer war erschüttert. Doch zumindest Yahoo kann sich seit gestern über einen gewaltigen Anstieg der Nutzerzahlen freuen. Zunächst war nicht ganz klar, woher die Massen der neuen Yahoo-Kunden kommen, doch dann wurde deutlich: Das „Abschnorcheln“ von Video-Chats durch den britischen Geheimdienst GCHQ hat viele „Freunde der Nacktheit“ dazu bewegt, ihre Vorlieben vor dem heimischen Rechner auszuleben.


Privat ist die Hoffnung

Frank Walter hatte vorgestern seinen 75. Geburtstag gefeiert. Doch jetzt saß er in einem Wartezimmer im 14. Stock des Philipp-Rösler-Krankenhauses. Seine Med-Toilette hatte heute Morgen ungewöhnliche Werte in seinem Urin gemessen und ihn daraufhin in das Krankenhaus zur näheren Untersuchung geschickt. Seitdem hatte sich ein mulmiges Gefühl in ihm immer weiter aufgebaut. In dem Wartezimmer saß er nun seit 10 Minuten zusammen mit 18 anderen Patienten in diesem kleinen Raum auf einem der zerschlissenen Stühle, und hatte sich auf einige Stunden Wartezeit eingestellt.


10 Prozent der SPD-Basis: Setzen, sechs!

Der Mitgliederentscheid der SPD zur Großen Koalition endete heute um 0 Uhr. Wie bereits gestern bekannt wurde, sind etwa 10 Prozent der Stimmen ungültig. Hier die möglichen Gründe für den hohen Anteil an ungültigen Stimmen: 10 Prozent der SPD-Mitglieder, die am Entscheid teilgenommen haben, sind geistig nicht in der Lage, ein Kreuz zu machen, ein Formular an der richtigen Stelle zu unterschreiben und zwei Zettel in den dazugehörigen Umschlag zu stecken. Was für ein Glück … die hätten vielleicht auch noch mit „Ja“ gestimmt. Der Anteil der SPD-Mitglieder, welche den Koalitionsvertrag in seiner Gänze gelesen haben, beträgt 10 Prozent. Nach der Lektüre schaltete deren Gehirn aufgrund der Aneinanderreihung von sinnlosen Worthülsen in den Notmodus. Folge war eine vorübergehende Verwirrung, welche zum falschen Ausfüllen der Wahlunterlagen führte. 10 Prozent der SPD-Mitglieder haben mit „Nein“ gestimmt. Natürlich musste es sich dabei um einen Irrtum handeln und die entsprechenden Stimmen wurden als ungültig gezählt. Der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel hat bereits angekündigt, dass bei einem negativen Votum der Parteibasis die hohe Zahl der ungültig eingegangenen Stimmen dafür spricht, dass die Wahlunterlagen zu kompliziert und missverständlich formuliert waren und deshalb umgehend ein neuer Mitgliederentscheid gestartet wird. Um den SPD-Mitgliedern die Gefahr von ungültigen Stimmen zu…


So funktioniert Kapitalismus

Ein kleiner Einblick in die Funktionsweise des Kapitalismus. Nachfolgend die Stichpunkte aus der Pressemitteilung eines Konzerns vom 14. November 2013: – Umsatz steigt um 7 Prozent auf € 40,0 Mrd.– EBIT vor Einmaleffekten wächst um 22 Prozent auf € 2,3 Mrd.– Konzernergebnis verbessert sich um 36 Prozent auf € 1,2 Mrd.– Prognose erhöht für Flugzeugbestellungen und -auslieferungen– „Free Cash Flow“-Prognose für 2013 auf € -1,5 Mrd. angepasst– Ziel für EBIT vor Einmaleffekten von € 3,5 Mrd. für 2013 bekräftigt Was macht dieses Unternehmen einen knappen Monat später? Richtig, es kündigt den Abbau von 5800 Arbeitsplätzen an. So und nur so funktioniert Kapitalismus im 21. Jahrhundert.  


Liebe Genossen, sagt einfach Nein

Der Berg kreißte und gebar eine Große Koalition. Während sich die Verhandlungsteilnehmer frühmorgens auf die Schultern klopften ob des großen Werkes, das sie vollbracht hatten, reibt sich der kundige Beobachter der Szenerie beim Betrachten der Feinheiten verwundert die Augen. Und das soll alles gewesen sein? Nur für die Malocher ein wenig was bei der Rente und dazu bei der doppelten Staatsbürgerschaft ein bisschen was justiert? Will die ministersesselgeile SPD-Spitze die Mitglieder komplett ver…?