Energiewende

Schwarz-Rot stranguliert die Energiewende

Für die Kohlendioxid-Schleudern unter den Quellen für die Stromerzeugung wird es eng. Nach der Windenergie schickt sich nun auch die Photovoltaik an, in nächster Zeit die Erzeugungskosten von Erdöl, Erdgas und Kohle zu unterbieten. Doch Hilfe für die Bedrängten naht bereits: in Form der Großen Koalition. Mutig stellt sich diese dem Lauf der Geschichte in den Weg, um mit dramatischen Kürzungen bei der Förderung erneuerbarer Energiequellen diese uninteressanter zu machen. Besonders die Einschnitte bei der Photovoltaik zeigen Erfolge. So sank der Zubau von neuen Photovoltaik-Anlagen von 7,7 GW im Jahr 2012 auf 3,3 GW im vergangenen Jahr. Schätzungen für dieses Jahr gehen nur noch von neuen Anlagen mit einer Leistung von 2,6 GW aus. Während also in Deutschland der Ausbau der Photovoltaik gebremst wird, schicken sich die als Umweltsünder gebrandmarkten Staaten USA und China an, dem früheren Vorzeigeland in Sachen Energiewende die Rücklichter zu zeigen. In China betrug der Zubau 2013 mehr als das Dreifache des deutschen Wertes: 11,3 GW wurden dort neu installiert. Auch Japan liegt mit 6,9 GW vor Deutschland, genauso wie die USA, die mit einem Zubau von 4,8 GW unser Land vom dritten Platz verdrängt haben. In diesem Jahr dürfte Deutschland sogar auf Rang Fünf zurückfallen,…


Klientelpolitik statt sinnvollem Umbau

Der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen ist in den letzten Jahren sehr schnell verlaufen – für viele Bürger, die auf ihre Stromrechnung blicken, zu schnell. Denn der Energiewende wird die Schuld zugeschoben an dem starken Anstieg der Stromkosten. Doch die Ökostromumlage, die 2014 bei 6,24 Cent je Kilowattstunde Strom liegt, kann nur auf den ersten Blick als Sündenbock dienen. Denn die eigentlichen Preistreiber beim Strom liegen woanders. Aber nicht nur beim Strompreis hakt es, auch beim weiteren Fahrplan hin zu einer kompletten Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen gibt es viele Streitpunkte. In der schwarz-roten Koalition knirscht es bei der Energiepolitik ebenfalls im Gebälk des Koalitionshauses. Hauptgrund dafür: Jede Partei möchte ihre Klientel bedienen – die CDU vor allem die großen Energiekonzerne, die weitere Nutzung der Kohle liegt der SPD am Herzen und die CSU kümmert sich liebevoll um die treueste Wählerschaft, die bayerischen Landwirte – oder neudeutsch auch Energiewirte.  


Gewinn oder Gewissen

Seit Jahrzehnten wurde vermutet, dass der Ausstoß von Treibhausgasen durch den Menschen einen erheblichen Einfluss auf das Klima besitzt. Spätestens seit dem letzten Bericht des Weltklimarates ist diese Vermutung zu einer Gewissheit geworden. Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent ist der Mensch verantwortlich für den Anstieg der Temperatur auf der Erde. Doch bei der Weltklimakonferenz in Warschau wird wieder einmal deutlich, dass mächtige Interessenvertreter die notwendigen Schritte immer noch verhindern möchten. Die großen Umweltverbände haben aus diesem Grund zu einem außergewöhnlichen Mittel gegriffen: Noch vor Abschluss der Verhandlungen haben sie die Konferenz verlassen. Ein Zeichen, dass die Hilflosigkeit gegenüber der Macht des Kapitals demonstriert.


Droht der globale Super-GAU?

Heute hat im Atomkraftwerk Fukushima in Reaktor 4 die Bergung von über 1000 Brennelementen begonnen. Dies gilt als weiterer wichtiger Schritt, um das havarierte Kraftwerk sicherer zu machen. Nach Ansicht der meisten Medien und vieler Experten geht von der Bergungsaktion keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Doch es gibt auch zahlreiche mahnende Stimmen. Diese sehen sogar die gesamte Menschheit vor der größten Katastrophe ihrer Geschichte, in ihren Augen schlummert im Abklingbecken millionenfacher Tod. Handelt es sich dabei um Hirngespinste oder schweben wir wirklich in größerer Gefahr, als den meisten von uns bewusst ist?


Energiewende in Privathaushalten auf dem richtigen Weg

Obwohl zum einen die Anzahl als zum anderen auch die Durchschnittsgröße der Haushalte in Deutschland seit 2005 gestiegen sind, ist der Energieverbrauch in den deutschen Privathaushalten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bis 2012 um 4,8 Prozent gesunken. Gegen diesen Trend hat sich der Anteil der regenerativen Energiequellen am Verbrauch erhöht.