Piraten

Fehlstart für Schulz an der Saar

Die erste Landtagswahl in diesem Jahr im Saarland sollte als Barometer für die Bundestagswahl im September dienen. Wie üblich deuten die Parteispitzen die Anzeige jedoch unterschiedlich. Während die Union ein dauerhaftes Hoch erkennen möchte, geht die SPD von einem vorübergehenden Tief aus. Vom vielfach zitierten Schulz-Effekt war zumindest nicht viel zu sehen, denn die bisherige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kann ihr Amt in einer großen Koalition auch in der kommenden Legislaturperiode ausüben. Doch neben dieser Erkenntnis zeigten sich auch einige andere interessante Punkte.


Was machen eigentlich die Piraten?

Am kommenden Wochenende veranstalten sie auf alle Fälle ihren nächsten Bundesparteitag, immerhin den inzwischen dreizehnten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Neuwahlen für den Vorstand. Von den neun bisherigen Vorstandsmitgliedern treten gerade einmal zwei noch einmal an. Ein im Vergleich zu anderen Parteien ungewöhnliches Bild, welches vor allem auf die ehrenamtliche Tätigkeit im Spitzengremium zurückzuführen ist. „Ich kann mir das Amt im Moment einfach nicht leisten“ wird man aus dem Mund eines Bundesvorstandsmitglieds wohl auch nur bei den Piraten vernehmen, welche immerhin in vier Landesparlamenten vertreten sind.


Wasser unter Deck

Noch vor einem guten Jahr, im April 2012, stand das Piratenschiff voll unter Segeln – in Umfragen wurden der Partei zwischen 9 und 12 Prozent der Wählerstimmen vorhergesagt. Doch inzwischen zeigt sich ein ganz anderes Bild: In diesem Jahr sah noch kein Prognoseinstitut die Piraten bei 5 Prozent. Ein Einzug in den Bundestag ist damit unwahrscheinlich. Wie kam es zu diesem dramatischen Absturz?