Schleswig-Holstein

Schulz an den Küsten untergegangen

Bei der Saarland-Wahl vor einigen Wochen konnte man das Scheitern der SPD noch mit politischen Besonderheiten in dem kleinen Bundesland erklären. Nach der krachenden Niederlage gestern bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein müsste die Führungsspitze der Sozialdemokraten eingestehen, dass die Euphorie um den Kanzlerkandidaten Martin Schulz verflogen ist – wenn sie abseits der medialen Beweihräucherung und fragwürdigen Umfragehöhenflüge überhaupt jemals existierte. Doch wie in den letzten Jahren üblich, übt sich die SPD-Spitze auch weiterhin in Realitätsverweigerung und versucht, das schlechte Ergebnis auf Eigenheiten im nördlichsten Bundesland zu schieben. Mit dieser Strategie werden Schulz und die SPD-Führung auch am kommenden Sonntag ein böses Erwachen erleben. Mit der Kanzlerschaft für Schulz dürfte es höchstwahrscheinlich im Herbst auch nichts mehr werden.