Tea Party

Haben die einen im Tee?

Der Kelch der Zahlungsunfähigkeit ist noch einmal an den Vereinigten Staaten vorbeigegangen. Am letzten Tag wurde ein Kompromiss gefunden, den Schuldendeckel zumindest so weit anzuheben, dass bis zum 7. Februar Zeit für eine grundlegende Neuregelung des US-Haushalts bleibt. Aber selbst nach der Abstimmung verdeutlichte Ted Cruz, Frontmann der Tea-Party-Bewegung, die für die Hängepartie verantwortlich war, dass der Kampf gegen „Obamacare“ weitergehen werde. Was treibt die Mitglieder dieser libertären Vereinigung an, die ihren Namen in Anspielung auf die Boston Tea Party von 1773 gewählt haben?


Extremisten an der Macht

1995 und 1996 durchliefen die USA zum letzten Mal einen „Government shutdown“. Unter dem damaligen Präsidenten Bill Clinton konnten sich Demokraten und Republikaner ebenfalls nicht auf einen Kompromiss beim Haushalt einigen. Und so sind auch jetzt wieder viele Staatsbedienstete in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt worden. Vordergründig geht es um die von Obama eingeführte Krankenversicherung, doch die eigentlichen Probleme liegen viel tiefer – besonders in der Staatsverschuldung, die eine Höhe erreicht hat, welche entschiedendes Gegensteuern erfordern würde. Doch genau das Gegenteil passiert.