Terrorismus

Terror gegen die Schwächsten

Dieses Mal also Manchester. Und auch noch zum Großteil Kinder und Jugendliche. Der Selbstmordattentäter, laut IS im Auftrag des Terrorkalifats unterwegs, tötete bei einem Konzert über 20 Menschen. Wenn der Islamische Staat sich gegen wehrlose junge Menschen richtet, könnte dies ein Zeichen für den nahenden Zusammenbruch der Organisation sein. Der Attentäter, dessen Namen ich nicht nennen werde, um ihm diesen Gefallen nicht auch noch zu tun, sprengte nicht nur Nägel durch die Herzen von gerade noch glücklichen Kindern, sondern auch Trauer in die Herzen ihrer Eltern. Dieser verachtenswerte, feige Akt eines kranken Menschen lässt mich entgegen meiner atheistischen Einstellung hoffen, dass auf ihn statt 72 Jungfrauen die christliche Hölle im Jenseits warten mag.


Im Zweifel gegen das Grundgesetz

Darf man ein Passagierflugzeug abschießen, das von Terroristen entführt wurde und in ein vollbesetztes Fußballstadion gesteuert werden soll? Um diese Frage ging es gestern in der ARD bei der Sendung „Terror – Ihr Urteil“. Für die meisten Fernsehzuschauer war die Antwort eindeutig: 87 Prozent plädierten für einen Freispruch des Kampfpiloten, der gegen seinen Befehl die Maschine abgeschossen hatte. Diese große Mehrheit stellte sich damit auch gegen ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2006, in dem die Grundgesetzwidrigkeit eines solchen Abschusses festgestellt wurde. Mit dieser Diskrepanz wird auch ein großes Dilemma im Hinblick auf bundesweite Volksentscheide offensichtlich.


Abgerissene Hände und vergessene Ausweise

Kommt doch schon mal vor, dass man bei einem Anschlag eine abgerissene Hand findet, die keiner vermisst. Genauso wie es vorkommt, dass man Zeugenaussagen keine Beachtung schenkt, die darauf hindeuten, dass der schwerste terroristische Anschlag in der Bundesrepublik Deutschland nicht von einem Einzeltäter verübt wurde. Aber warum kommt das vor? Es wird doch nicht etwa Absicht hinter dieser Anhäufung an Merkwürdigkeiten stecken?