Umtriebige Supermacht

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Vereinigten Staaten von Amerika unangefochten Wirtschaftsmacht Nummer 1. Um diesen Vormachtanspruch auch politisch und militärisch durchzusetzen, intervenierten sowohl demokratisch als auch republikanisch geführte Regierungen der USA massiv in vielen anderen Ländern. Auch der Zusammenbruch des Ostblocks schmälerte nicht die Lust auf US-amerikanische Auslandsabenteuer. Kaum eine Region der Erde stand nicht unter dem Einfluss der Vereinigten Staaten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Vereinigten Staaten von Amerika unangefochten Wirtschaftsmacht Nummer 1. Um diesen Vormachtanspruch auch politisch und militärisch durchzusetzen, intervenierten sowohl demokratisch als auch republikanisch geführte Regierungen der USA massiv in vielen anderen Ländern. Auch der Zusammenbruch des Ostblocks schmälerte nicht die Lust auf US-amerikanische Auslandsabenteuer. Kaum eine Region der Erde stand nicht unter dem Einfluss der Vereinigten Staaten.

Die Art der Einflussnahme bewegte sich dabei in einem breiten Rahmen. Während man sich etwa 1947 in Griechenland darauf beschränkte, Unterstützung gegen eine kommunistische Machtübernahme zu leisten, führte man andernorts blutige Kriege. Besonders hervorzuheben ist dabei der Vietnam-Krieg, dem wohl Millionen Menschen zum Opfer fielen, die meisten von ihnen Zivilisten. Ebenfalls bedeutet für den Lauf der Geschichte waren die Unterstützung des Putsches 1973 in Chile, der 1. und 2. Golfkrieg gegen den Irak 1991 und ab 2003 sowie der Afghanistankrieg seit 2001. In den letzten Jahren hat sich die Art der Kriegsführung allerdings deutlich verändert.

Folgte früher auf Angriffe mit Kampfflugzeugen der Einsatz von Bodentruppen, ging man im 21. Jahrhundert immer mehr dazu über, nur noch mittels Drohnen den Feind aus der Luft zu schwächen. Dies war sicher auch der Tatsache geschuldet, dass sich der Gegner geändert hatte. Nicht mehr stehende Armeen waren der Feind, sondern locker operierende Terroristen. Während bis zum Ende des Kalten Krieges vor allem die Ausbreitung des Kommunismus bekämpft wurde, folgte anschließend der Krieg gegen den Terror – der sich in den Augen der USA nahezu vollständig in islamistischer Ausprägung zeigte.

Doch auch Russland stand und steht weiterhin auf der Liste der Gegner. Nicht zuletzt die zweite Einmischung in der Ukraine – diesmal zumindest teilweise erfolgreich – verdeutlicht dies. Die USA dulden keinen Widerspruch gegen den Anspruch der globalen Führerschaft. Immer wieder mussten Regierungschefs feststellen, dass der Widerstand gegen die Vereinigten Staaten gefährlich ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist Manuel Noriega, der als Machthaber in Panama in Ungnade fiel und in der größten Luftlandeoperation seit dem Zweiten Weltkrieg verhaftet wurde. Dabei kamen nach UN-Angaben mehrere Tausende Zivilisten ums Leben.

Der Einfluss der USA schwindet seit vielen Jahren immer stärker. Die industrielle Basis der Wirtschaft ist nur noch ein Schatten früherer Zeiten. Die Ökonomie des Landes hat sich stärker auf den Finanzsektor verlegt und damit die Abhängigkeit vom US-Dollar als Weltleitwährung noch einmal verschärft. Sollten die BRICS-Staaten diesen Anspruch in Frage stellen, könnte die Erde im Dritten Weltkrieg versinken. Denn die Machthaber in den Vereinigten Staaten, also die Kapitalelite, zeigt keine Anzeichen dafür, das niedergehende Imperium auf kleinere, damit aber auch stabilere Füße zu stellen.

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